Basistipps zur IT-Sicherheit
Quelle Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Steigt man in ein Auto, legt man den Sicherheitsgurt an. Ist man nicht zuhause, schließt man Türen und Fenster. Über beides denken wir kaum noch nach, so selbstverständlich ist es für uns. Aber warum gehen wir mit unseren digitalen Türen und Fenster oft leichtsinnig um und riskieren damit, dass unsere Privatsphäre durch Unbefugte betreten wird?

Durch die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft entstehen immer neue IT-Anwendungen für unseren Alltag. Möglicherweise sind in Zukunft viele Dinge nur noch digital zu erledigen. Doch nicht jeder geht gleichermaßen routiniert mit dieser stetig weiterentwickelten Technik um. Für viele Menschen ist bereits die sichere Inbetriebnahme eines Smartphones eine echte Herausforderung, andere sind fast ununterbrochen online und mit allen Technologien bestens vertraut. Das Kompetenzlevel mag dann höchst unterschiedlich sein, Gedanken über einen sicheren Umgang sollte sich jeder machen – im besten Fall, bevor etwas passiert.

Man muss kein Experte für IT-Sicherheit sein, um ein paar Grundregeln im verantwortungsbewussten Umgang mit Online-Diensten und internetfähigen Geräten zu beachten. Widmen Sie Online-Zugängen für E-MailOnline Banking, Online Shopping oder Sozialen Netzwerke Ihre Aufmerksamkeit. Ausreichend starke und komplexe Passwörter und wenn möglich eine Authentifizierung mit einem zweiten Faktor sind dabei elementar wichtig. Daran sollte kein Weg vorbeiführen. Und auch das von Ihnen verwendete Gerät sollte gut abgesichert sein. Ein aktueller Virenschutz samt Firewall und die zeitnahe (wenn möglich automatische) Installation von Sicherheitsupdates sind hier die wichtigsten Tipps. Zu diesen Geräten zählen nicht nur der Heimrouter, LaptopsSmartphones oder Tablets. Auch bei anderen vernetzten Geräten (Internet der Dinge) mit Bluetooth oder WLAN-Schnittstellen wie z.B. Überwachungskameras, Drohnen, Kühlschränken oder Staubsauger-Robotern lohnt es sich, vor Kauf bzw. Inbetriebnahme einen Blick auf regelmäßige Updates und andere Sicherheitseinstellungen zu werfen.

Zum Surfen im Internet benötigen Sie einen Browser. Bei Erweiterungen, Add-ons oder auch Plug-ins handelt es sich um kleine Programme, die Ihren Browser mit zusätzlichen Funktionen ausstatten können. Deaktivieren oder deinstallieren Sie die Programme, die Sie nicht unbedingt benötigen. Das ist oftmals über die gleichnamigen Menüpunkte in den Einstellungen Ihres Browsers möglich. Dort können Sie auch weitere Einstellungen zur Sicherheit und zum Datenschutz vornehmen, die die Speicherung von vertraulichen Informationen und ihre Übermittlung an Dritte reduzieren. Als vertraulich gelten Informationen, die Aufschluss über Sie oder Ihr Verhalten im Netz zulassen. „Privater Modus“ oder „Verlauf löschen“ verhindern beispielsweise, dass andere Nutzerinnen und Nutzer desselben Gerätes sehen, welche Internetseiten Sie besucht haben. „Cookies nicht für Drittanbieter zulassen“ sorgt dafür, dass nur Webseiten Ihr Surfverhalten verfolgen können, die Sie tatsächlich besucht haben.

Achten Sie auch darauf, dass Ihr Webbrowser immer auf dem aktuellen Stand ist. Mit Aktualisierungen werden auch Sicherheitslücken geschlossen.
Nutzen Sie ein Programm zum Blockieren von Werbung, um sich vor Malvertising, also der Verbreitung von Schadsoftware über Werbeeinblendungen, zu schützen.

Tragen Sie die Adressen für besonders sicherheitskritische Webseiten, etwa für das Onlinebanking, zunächst sorgfältig von Hand in die Adresszeile des Browsers ein und speichern Sie die eingegebene Adresse als Lesezeichen, das Sie ab dann für den sicheren Zugang nutzen.

die Funktion zur automatischen Aktualisierung. Ob das Betriebssystem Ihres Computers auf dem aktuellen Stand ist, erfahren Sie in den Einstellungen unter Update. Achten Sie auch auf Hinweise zu neuen Versionen des Betriebssystems oder von Anwendungen.
Deinstallieren Sie Programme, die sie nicht länger nutzen. Je weniger Anwendungen installiert sind, desto kleiner ist die Angriffsfläche Ihres gesamten Systems.

In den gängigen Betriebssystemen sind ein Virenschutz und eine Firewall integriert, die schon in der Standardkonfiguration Angriffe aus dem Internet erschweren. Aktivieren Sie diese oder verwenden Sie ein Virenschutzprogramm eines anderen Anbieters.
Bedenken Sie, dass diese Maßnahme nur begleitend wirksam sein kann. Ihre Anwendung verringert nicht die Bedeutung der übrigen Tipps dieser Broschüre. Lassen Sie sich nicht durch einen aktivierten Virenschutz oder die Firewall zu Unvorsichtigkeit verleiten, sie garantieren keine vollständige Sicherheit.

Schadprogramme haben die gleichen Rechte auf dem PC wie das Benutzerkonto, über das sie auf den Rechner gelangt sind. Als Administrator haben Sie vollen Zugriff auf fast alle Bereiche Ihres PCs. Daher sollten Sie nur dann mit Administratorrechten arbeiten, wenn es unbedingt erforderlich ist.
Richten Sie für alle Nutzerinnen oder Nutzer des PCs unterschiedliche, passwortgeschützte Benutzerkonten ein. Je nach Betriebssystem ist dies über die (System-)Einstellungen oder die Systemsteuerung möglich. Vergeben Sie für diese Konten nur die Berechtigungen, die die jeweilige Nutzerin oder der jeweilige Nutzer benötigt. So werden auch private Dateien vor dem Zugriff anderer geschützt. Surfen Sie im Internet mit einem eingeschränkten Benutzerkonto und nicht in der Rolle des Administrators.

Vergeben Sie für jedes Online– und Benutzerkonto ein eigenes, sicheres Passwort und ändern Sie schnellstmöglich alle Passwörter, wenn diese in falsche Hände geraten sein könnten. Ändern Sie auch die von den Herstellern oder Diensteanbietern voreingestellten Passwörter nach der ersten Nutzung.
Diese Kriterien gelten für ein sicheres Passwort:

  • Sie müssen sich ein Passwort gut merken können.
  • Je länger das Passwort ist, desto besser.
  • Das Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein.
  • Für ein Passwort können in der Regel alle verfügbaren Zeichen genutzt werden, also Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen.
  • Das vollständige Passwort sollte nicht im Wörterbuch vorkommen. Gängige Zahlenfolgen oder Tastaturmuster kommen ebenfalls als sicheres Passwort nicht in Frage.
  • Einfache Ziffern oder Sonderzeichen vor oder nach einem normalen Wort zu ergänzen, ist nicht empfehlenswert.

Verzichten Sie, wenn möglich, auf die Darstellung und Erstellung von E-Mails im HTML-Format und verwenden Sie stattdessen ein reines Textformat. Die Nutzung des HTML-Formats können Sie über die Einstellungen Ihres Mailprogramms ändern. Seien Sie vorsichtig beim Öffnen von E-Mail-Anhängen oder beim Klick auf einen Link, denn Schadprogramme werden oft über in E-Mails integrierte Bilder oder Dateianhänge verbreitet oder verbergen sich hinter Links. Besonders zu beachten ist das bei E-Mails, deren Absenderin oder Absender Ihnen nicht bekannt ist.
Falls Ihnen eine E-Mail von einem bekannten Absender seltsam vorkommen sollte, fragen Sie lieber bei der Absenderin oder dem Absender nach, ob die E-Mail tatsächlich von ihr oder ihm stammt. Nutzen Sie dabei aber nicht die in der E-Mail angegebenen Kontaktmöglichkeiten. Sie könnten gefälscht sein.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie etwas aus dem Internet herunterladen, insbesondere wenn es sich dabei um Programme handelt. Meiden Sie Quellen, bei denen Sie Zweifel an der Seriosität haben. Vergewissern Sie sich vor dem Download von Programmen, ob die Quelle vertrauenswürdig ist. Nutzen Sie dafür Suchmaschinen, um gegebenenfalls mehr Informationen über den Hersteller zu erhalten oder Erfahrungsberichte von anderen Benutzerinnen oder Benutzern einzuholen.

Kriminelle im Internet steigern ihre Erfolgsraten, indem sie ihre Opfer individuell ansprechen: Zuvor ausspionierte Daten, wie etwa Surfgewohnheiten oder Namen aus dem persönlichen Umfeld, werden dazu genutzt, Vertrauen zu erwecken. Persönliche Daten gelten heute als Währung im Netz und so werden sie auch gehandelt. Überlegen Sie, welchen Onlinediensten Sie Ihre persönlichen Daten anvertrauen möchten.
Auch die ungeschützte Weitergabe persönlicher Daten in offenen ungesicherten Netzen sollte vermieden werden.

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